Pünktliche Abholung von Mülltonnen

Drucken

In Wöllstadt sorgt die verspätete Leerung der Mülltonnen immer wieder für Gesprächs- und Diskussionsstoff. Nun greift die CDU hier mit einem Antrag für die Gemeindevertretung ein. „Spätestens, wenn sich der Eindruck manifestiert, dass die im Abfallkalender der Gemeinde eingetragenen Termine nur der groben Orientierung dienen, sollte jedem Klar sein, dass Handlungsbedarf besteht“, so Dr. Mike Rinker, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion. Die verspätete Abholung der Abfälle wird nach der Beobachtung der CDU immer mehr zur Regel.

Dies ist in der Regel weniger ein Problem von vollen Tonnen. Die länger als geplant auf den Bürgersteigen stehenden Tonnen zwingen insbesondere Eltern mit Kindern, Eltern mit Kinderwagen und Rollstuhlfahrer dazu, auf die Fahrbahn auszuweichen. „Ein gefährliches Unterfangen“, findet der CDU-Fraktionsvorsitzende Oliver Kröker. Gerade für die Bio-Tonnen besteht im Sommer zudem die Problematik, dass die verspätete Abholung den Schädlingsbefall in den Tonnen begünstigt.

Nach dem Antrag der Christdemokraten soll der Gemeindevorstand mit den Entsorgungsunternehmen künftige Abholtermine für die Zeit ab Januar 2022 (ab dann greift ein neuer Abfallkalender) so abstimmen, dass die Abholung der Abfälle an dem Tag erfolgt, der in den Abfallkalender eingetragen ist. Sollten die Verspätungen mit dem Wachstum der Gemeinde zusammenhängen, müssen die Ortsteile unter Umständen für die Abholtermin weiter unterteilt werden.

„Bei künftigen Verträgen mit den Entsorgern soll der Gemeindevorstand zudem Sorge dafür tragen, dass die Vergütung an die pünktliche Abholung der Abfälle gekoppelt ist“, so Christof Westerfeld von der CDU-Fraktion. Aus Sicht der CDU kann dies über Service-Level Agreements oder die Einführung eines Pönalesystems realisiert werden. Neben der pünktlichen Abholung der Abfälle setzt sich die CDU mit ihrem Antrag außerdem dafür ein, dass die Bio-Tonne ab dem kommenden Jahr schon einen Monat früher im Wochenrhythmus geleert wird und auch die Rückumstellung auf den 2-Wochenrhythmus für die Entleerung einen Monat später erfolgt. Die Erweiterung der wöchentlichen Leerung der Bio-Tonne um insgesamt zwei Monate dient dem Umstand Rechnung, dass es schon früher heiße Tage gibt und so das Risiko eines Schädlingsbefalls gesenkt wird. Zudem fallen im ländlich geprägten Wöllstadt Gartenabfälle an, die gegenwärtig bei den Bürgern im Frühjahr und Herbst zu Engpässen bei der Entsorgung führen.